Schwerpunkt Gruppentherapie
Gemeinsam statt allein: Warum die Gruppe in meiner Praxis der Regelfall ist
Gemeinsam statt allein: Warum die Gruppe in meiner Praxis der Regelfall ist
In meiner Praxis ist die Therapie in der Gruppe kein Zusatzangebot, sondern der Schwerpunkt. Die meisten Behandlungen verbinden die Arbeit in einer festen Gruppe mit Einzelgesprächen – eine sogenannte Kombinationsbehandlung. Auf dieser Seite erfahren Sie, warum ich so arbeite, welche Gruppenangebote es gibt und wie der Weg in eine Gruppe aussieht.
In der Gruppe geschieht etwas, das im Einzelgespräch so nicht möglich ist:
Andere Menschen kennen ähnliche Schwierigkeiten – das entlastet oft schon beim ersten Treffen.
Wer zuhört, wie andere mit schwierigen Situationen umgehen, entdeckt neue Blickwinkel für das eigene Leben.
Die Gruppe ist ein Übungsraum für Verhalten, das im Alltag noch schwerfällt.
Wie wirke ich auf andere? Diese Frage lässt sich in der Gruppe direkt und wohlwollend beantworten.
Die Einzelgespräche geben zusätzlich Raum für das, was ganz persönlich wichtig ist. Beides zusammen ergänzt sich – und ermöglicht es mir zugleich, mehr Menschen zeitnah einen Behandlungsplatz anzubieten.
„Ich rede doch nicht gern vor anderen über meine Probleme.“
So geht es den meisten zu Beginn. Die Zurückhaltung weicht aber meist rasch – gerade weil alle aus einem ähnlichen Grund da sind. Sie müssen nichts erzählen, wozu Sie nicht bereit sind, und bestimmen Ihr Tempo selbst.
„Ich habe schon genug mit mir selbst zu tun.“
Auch das ist nachvollziehbar. Die meisten erleben das Gegenteil: Die Anliegen der anderen zu hören, belastet nicht, sondern entlastet. Man fühlt sich weniger allein – und das Mitdenken bei anderen tut oft auch den eigenen Themen gut.
Haben Sie andere Bedenken? Sprechen Sie mich gerne darauf an – wir besprechen das in Ruhe gemeinsam. Und falls eine Gruppe für Sie aus fachlichen Gründen nicht passt, finden wir einen anderen Weg.
Meine Gruppen arbeiten mit der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT), einer modernen, wissenschaftlich gut untersuchten Form der Verhaltenstherapie. Es geht nicht in erster Linie darum, belastende Gedanken und Gefühle wegzumachen – das gelingt oft ohnehin nicht und kostet viel Kraft. Stattdessen lernen Sie, freier mit ihnen umzugehen und Ihre Energie für das einzusetzen, was Ihnen im Leben wirklich wichtig ist.
Weil ACT auf allgemeinen psychologischen Prozessen aufbaut, eignet sie sich für viele unterschiedliche Anliegen – und besonders gut für die Arbeit in der Gruppe. Die Gruppen sind deshalb nicht nach Diagnosen zusammengesetzt. Sie richten sich an Erwachsene. Wir arbeiten mit praktischen Übungen, Achtsamkeit und konkreten Schritten für den Alltag. Eine gemeinsame „Landkarte“ hilft dabei, das eigene Erleben zu sortieren: Was macht mir zu schaffen? Wie versuche ich bisher, damit umzugehen? Was ist mir wichtig – und was wären Schritte in diese Richtung?
Alle Gruppen finden in Präsenz in meiner Praxis in Gomaringen statt.
Der niedrigschwellige Einstieg
Die GPG ist ein kurzes Gruppenangebot zum Kennenlernen und Ausprobieren. Sie erhalten verständliche Informationen über psychische Belastungen und Behandlungsmöglichkeiten, erste hilfreiche Anregungen für Ihr Anliegen und können in einem geschützten Rahmen erleben, wie sich Gruppentherapie anfühlt.
Die GPG ist keine Therapie im engeren Sinne, aber eine gute Grundlage für die Entscheidung, ob eine Gruppentherapie für Sie passt.
Die reguläre Psychotherapie
Die Therapiegruppe ist eine vollwertige Richtlinienpsychotherapie. Sie verbindet eine geschlossene, feste Gruppe mit individuellen Einzelgesprächen.
Weil die Gruppe von Anfang bis Ende in gleicher Besetzung arbeitet, entsteht Vertrauen – und verpasste Gruppentermine können nicht nachgeholt werden. Den gemeinsamen Starttermin stimme ich mit allen Teilnehmenden ab.
Interesse? Vereinbaren Sie einen Termin für die psychotherapeutische Sprechstunde – dort klären wir gemeinsam, welcher Weg für Sie passt.