Verstehen, was Sie festhält – und was Ihnen hilft

Diagnostik als gemeinsames Verstehen

Bevor wir gemeinsam an Veränderung arbeiten, möchte ich verstehen, was Sie zu mir führt, wie Ihre Beschwerden entstanden sind und was sie aufrechterhält. Diagnostik heißt für mich nicht, Sie in eine Schublade zu stecken. Mir geht es darum, gemeinsam mit Ihnen ein Bild davon zu entwickeln, was in Ihrem Leben gerade schwierig ist – und wo Ansatzpunkte liegen.

Dazu nutze ich Gespräche, einige Fragebögen und – wenn Sie möchten – ein kurzes tägliches Protokoll. Alles zusammen dient einem Ziel: eine Behandlung, die zu Ihnen passt, und die Möglichkeit, gemeinsam zu überprüfen, ob sie wirkt.

Zu Beginn: ein erster Überblick

Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie einen Online-Fragebogen. Er erfasst Ihre aktuelle Lebenssituation, Ihr Anliegen und – mit standardisierten Fragen – wie es Ihnen in den letzten Wochen ging. Planen Sie dafür etwa 30 bis 45 Minuten ein; Sie können ihn in Ruhe zu Hause ausfüllen. Je nach Anliegen kommen bei Bedarf ergänzende Fragebögen zu bestimmten Themen hinzu.

In der Sprechstunde besprechen wir Ihre Antworten gemeinsam. So können wir die Zeit für das nutzen, was Ihnen wirklich wichtig ist – statt für Formalitäten.

Ihre Geschichte: die eigene Brille kennenlernen

Unsere Lebensgeschichte und die Erfahrungen, die uns geprägt haben, wirken wie eine Brille: Sie färben, wie wir uns selbst sehen, wie wir anderen Menschen und Beziehungen begegnen und wie wir die Welt wahrnehmen. Meist tragen wir diese Brille, ohne es zu merken. Biografiearbeit bedeutet, sich die eigene Brille bewusst zu machen – zu erkennen, was sie sichtbar macht und was sie vielleicht verzerrt.

Zu Beginn der Behandlung biete ich Ihnen dafür einen Fragebogen zu Ihrer Lebensgeschichte an: Herkunftsfamilie, Kindheit, Schule und Beruf, Beziehungen, prägende Erfahrungen. Sie füllen ihn zu Hause aus, in Ihrem eigenen Tempo.

Er ist kein Prüfbogen, sondern ein Gesprächsangebot. Sie entscheiden, was Sie aufschreiben möchten – Fragen, die Sie nicht beantworten wollen, überspringen Sie einfach. Was Ihnen wichtig ist, besprechen wir im Gespräch.

Ein gemeinsames Verständnis

Aus Gesprächen und Fragebögen entsteht nach und nach eine Art Landkarte: Welche Gedanken, Gefühle, Verhaltensweisen und Lebensumstände hängen bei Ihnen zusammen? Was hält Sie fest – und was gibt Ihnen Halt? Diese Landkarte entwickeln wir gemeinsam. Sie ist die Grundlage für die weitere Behandlung und wird im Verlauf immer wieder angepasst.

Mehr zu dieser Sichtweise erfahren Sie auf der Seite ACT & PBT.

„Mich interessiert nicht der Durchschnitt aller Menschen mit einer Diagnose, sondern Ihr Weg.“

Zwei Wandernde überqueren einen Bergbach über Steine

Im Verlauf: Ihr eigener Weg, nicht der Durchschnitt

Während der Behandlung bitte ich Sie in regelmäßigen Abständen um kurze Fragebögen zu Ihrem Befinden. So sehen wir gemeinsam, was sich verändert – und können früh gegensteuern, wenn etwas nicht vorangeht.

Wenn Sie möchten, können Sie außerdem ein kurzes Tagesprotokoll führen: wenige Fragen, in ein paar Minuten beantwortet. Über einige Wochen wird so sichtbar, was bei Ihnen persönlich mit besseren und schwierigeren Tagen zusammenhängt. Ausgewertet wird dabei Ihr eigener Verlauf – nicht der Vergleich mit anderen.

Wie die digitalen Werkzeuge dafür funktionieren, beschreibe ich auf der Seite Digitale Tools.

Die Einordnung mache ich

Fragebögen und Protokolle liefern Hinweise, keine Urteile. Die Ergebnisse werden übersichtlich dargestellt; die fachliche Einordnung nehme ich vor, und wir besprechen sie gemeinsam. Keine Entscheidung über Ihre Behandlung trifft eine Software.

Ihre Daten sind geschützt

Ihre Angaben werden ohne Namen, nur mit einem zufälligen Code gespeichert – bei einem deutschen Hosting-Anbieter, auf Servern in der EU und nach den Vorgaben der DSGVO. Einzelheiten finden Sie in der Datenschutzerklärung Online-Diagnostik. Wer lieber nicht online arbeitet, erhält die Fragebögen auch auf Papier.

Freiwillig – und hilfreich

Alle Fragebögen und das Tagesprotokoll sind freiwillig. Ich bin aber überzeugt, dass sie hilfreich sind: Sie machen unsere Arbeit gezielter und Veränderungen sichtbar. Was davon für Sie passt, besprechen wir gemeinsam.

Sie haben Fragen zum Ablauf? Auf der Seite Der Weg in die Behandlung finden Sie alle Schritte im Überblick.

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